Artikel vom Montag, 3. Februar 2014, 290 mal gelesen
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NawaRo

From zero to hero! - NawaRo feiert gegen den SV Lohhof ein sensationelles Comeback

Nach einem 0:2 Satzrückstand sind die Damen von NawaRo Straubing im bayerischen Klassiker eindrucksvoll zurück gekommen und haben Lohhof noch mit 3:2 besiegt (Foto: Christina Kettenbohrer).

Nach einem 0:2 Satzrückstand sind die Damen von NawaRo Straubing im bayerischen Klassiker eindrucksvoll zurück gekommen und haben Lohhof noch mit 3:2 besiegt (Foto: Christina Kettenbohrer).

Sensationelles Comeback für NawaRo Straubing in der 2. Volleyball-Bundesliga: Im bayerischen Derby gegen den Traditionsverein SV Lohhof lagen die Gastgeberinnen nach zwei Sätzen mit 0:2 zurück und standen mit dem Rücken zur Wand. Doch mit großem Kampfgeist und angefeuert von fast 700 Zuschauern schafften die Straubingerinnen noch die Wende und drehten das Spiel in einen 3:2-Erfolg (20:25, 20:25, 25:22, 25:8, 15:8).

Damit machte Straubing zwei Punkte auf Tabellenführer Sonthofen gut, der in Grimma mit 1:3 unterlag, und beendete seine Niederlagenserie gegen den SV Lohhof, gegen den Straubing seit dem Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga vor drei Jahren noch kein Spiel gewonnen hatte.

So lange hatte schon lange kein Volleyball-Spiel mehr gedauert, wie das zwischen Straubing und Lohhof. Erst um 21:53 Uhr endete das Derby unter dem tosenden Jubel der 683 Straubinger Anhänger nach 124 Minuten Nettospielzeit. Es war eine Partie, die Spielerinnen, Trainern und Zuschauern in der Dreifachhalle am Peterswöhrd alles abverlangte.

Bilder vom Spiel Straubing - Lohhof (138 Einträge)

       


Der erste Satz begann gut aus Straubinger Sicht. Zur ersten technischen Auszeit hatten die Niederbayern einen knappen Vorsprung (8:6). Diesen gaben sie jedoch bis zur zweiten technischen Auszeit wieder ab (15:16). Am Ende konnte sich Lohhof absetzen und sich den Satz mit 25:20 sichern. Der zweite Abschnitt verlief ähnlich wie der erste und das Team aus der Nähe von München setzte sich auch hier mit 25:20 durch. NawaRo stand somit vor der zehnminütigen Pause mit dem Rücken zur Wand.

Doch eben jene nutzte das Team von Trainer Andreas Urmann sinnvoll. Die Spielerinnen sprachen sich in der Kabine aus und schworen sich auf die restliche Partie ein. Und es gelang ihnen, eine Schippe draufzulegen. Sinnbildlich für die Wende im Spiel war Außenangreiferin Kendall Cleveland. Hatte die Amerikanerin in den ersten beiden Sätzen nicht viel zu Stande gebracht, so war sie jetzt die große Stütze im Team. NawaRo suchte sein Glück in der Offensive und war nun ein ebenbürtiger Gegner des SV Lohhof. Unter dem Jubel der Fans in der Arena konnte sich Straubing den dritten Satz sichern (25:22).

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NawaRo Straubing hat das Derby gegen Lohhof nach 0:2 Satzrückstand doch noch gewonnen (Quelle: Donau TV).

Von diesem Satzgewinn beflügelt spielte sich Straubing in einen Rausch. Lohhof zeigte sich beeindruckt von der "Straubinger Wand" auf der Tribüne und am Netz. Fortan kam kaum ein Angriff der Gäste durch den Straubinger Block. Auf den Boden fanden noch weniger Bälle den Weg. Die NawaRo-Abwehr um Libera Michaela Bertalanitsch sorgte dafür, dass Straubing immer eine Antwort auf die harten Angriffe der Gäste geben konnte. Die Folge war ein überaus klarer 25:8-Satzgewinn in gerade einmal 20 Minuten.

Cleveland als beste Spielerin geehrt

Damit hatte NawaRo, ebenso wie die Gäste, schon einen Punkt sicher. Doch die Straubingerinnen wollten auch noch den zweiten Zähler, den es für den Gewinn des fünften Satzes gibt. In den Tie-Break starteten sie furios mit einer 3:0-Führung. Dann kam Lohhof zurück (3:3). Doch angepeitscht von den Straubinger Fans fing sich NawaRo schnell und setzte sich wieder ab (9:5). Diesen Vorsprung gab das Urmann-Team an diesem Abend nicht mehr ab und sicherte sich auch den Tie-Break verdient mit 15:8.

Nach dem verwandelten Matchball spielten sich unglaubliche Jubelszenen in der Volleyball-Arena am Peterswöhrd ab. Zuschauern und Spielerinnen war die Erleichterung nach zuletzt zwei verlorenen Spielen anzumerken. "Die Fans haben für uns mindestens einen Punkt heute gewonnen", freute sich Kendall Cleveland, die beste NawaRo-Spielerin des Abends. "Es war unfassbar, wie uns die Leute heute angefeuert haben."

Koch als stiller Genießer

Ein stiller Genießer war hingegen der geschäftsführende Gesellschafter Heiko Koch. Der Manager stand minutenlang auf dem Treppenaufgang der mittleren Tribüne und versuchte, das eben Erlebte zu verarbeiten. So wie auch die restlichen anwesenden Fans. Denn es war ein denkwürdiger Abend mit dem Comeback des Jahres in der 2. Volleyball-Bundesliga.

Das nächste Heimspiel von NawaRo Straubing am 15. Februar ist wieder ein echter Kracher. Um 19.30 Uhr kommt es nicht nur zu einem weiteren bayerischen Duell, sondern auch zum absoluten Topspiel der 2. Volleyball-Bundesliga. Der Tabellenerste Allgäu Team Sonthofen kommt zum Zweiten NawaRo Straubing. Sonthofen hat derzeit vier Punkte Vorsprung vor Straubing, aber bereits ein Spiel mehr absolviert. Die Eintrittskarten sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich.



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