Artikel vom Donnerstag, 20. September 2012, 252 mal gelesen
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Volleyball: NawaRo Straubing

„Wir sind ein Team und alle helfen zusammen“

EHRGEIZIG: "Mein Anspruch ist es, das Training so zu gestalten, dass alle Spielerinnen besser werden und wir als Team funktionieren", sagt Spielertrainerin Inga Vollbrecht (Foto: Kettenbohrer).

(gk). Die Nachricht schlug vergangene Woche ein wie eine Bombe. Der Volleyball-Bundesligist NawaRo Straubing beendete bereits eine Woche vor Saisonstart die Zusammenarbeit mit Trainer Michael Seidel. Übergangsweise ist nun Mittelblockerin Inga Vollbrecht als Spielertrainerin verantwortlich für die Übungseinheiten und Taktik bei NawaRo. Das Straubinger Tagblatt hat kurz vor dem ersten Saisonspiel mit ihr ein Interview geführt.

Sie sind vor einem Vierteljahr nach Straubing gekommen, um wieder hochklassig Volleyball zu spielen. Was hätten sie einem Reporter damals erzählt, wenn er Ihnen gesagt hätte, dass sie im September Trainerin von NawaRo sein werden?

Vollbrecht: Ich hätte es ihm schlichtweg nicht geglaubt!

Es ist aber dann doch so gekommen. Was hat sich für Sie seitdem geändert?
Vollbrecht: Die Arbeit ist viel mehr geworden. Eigentlich bin ich nach Straubing gekommen, um zu spielen und um in Job und Studium voranzukommen. Jetzt darf ich mir zusätzlich noch Gedanken machen, wie ich jedes Training perfekt organisieren kann. Denn mein Anspruch ist es das Training so zu gestalten, dass alle Spielerinnen besser werden und wir als Team funktionieren. Das klappt bislang schon sehr gut.

Wie geht die Mannschaft mit der neuen Situation um?

Vollbrecht: Alle im Team versuchen zu helfen, wo es geht. Alle unterstützen mich und wir versuchen gemeinsam das Beste draus zu machen. Wir haben ein gutes Team und helfen alle zusammen. Das macht sehr viel Spaß.

Am Samstag stellen Sie erstmals ihr Team auf. Haben Sie Sorgen, dass Sie eine Ihrer Spielerinnen verärgern könnten?

Vollbrecht: Nein. Alle ziehen an einem Strang. Außerdem stellt sich unsere erste Sechs quasi von alleine auf. Natascha Niemczyk ist verletzt (Anm. d. Red.: Schulterverletzung) und somit bleiben mir nur zwei Außenangreiferinnen übrig. Tascha wird aber dabei sein, um im Notfall doch einspringen zu können.

Sind Sie nervös vor Ihrem Einsatz als Trainerin in der Bundesliga?
Vollbrecht: Ja, aber es gibt so viel zu tun, dass ich noch gar nicht so sehr an das Spiel gedacht habe. Ich denke spätestens am Freitagabend werde ich die Nervosität dann auch spüren.

Welches Ziel haben Sie sich mit Ihrem Team für die Saison gesteckt?
Vollbrecht: Ich denke wir haben das Potential in der oberen Tabellenhälfte mitzuspielen. Aber das wird nicht leicht. Denn in dieser Saison kann glaub ich jeder jeden in der Liga schlagen. Selbst ein Aufsteiger kann das fertigbringen.

Welches Ziel haben Sie persönlich?
Vollbrecht: Ich möchte in die Rolle als Spielertrainerin hineinwachsen, versuchen das Beste aus der Situation zu machen und Erfolg haben.

Im Spiel ist es die Aufgabe des Trainers auch mal die Mannschaft wach zu rütteln, wenn sie eine Schwächephase hat. Sie stehen selbst mit auf dem Feld. Auch Sie können eine Schwächephase haben. Wie werden Sie damit umgehen?

Vollbrecht: Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich denke, ich werde das von Situation zu Situation entscheiden. Aber prinzipiell sind hier alle im Team gefordert. Wir müssen zusammen helfen und dann haben wir auch den Erfolg.

Den wünschen wir Ihnen natürlich gleich beim ersten Auswärtsspiel in Tübingen. Vielen Dank für das Gespräch!



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